Kategorie: Fragen und Antworten

Asthma und Langzeitflüge

Hallo Michael,

ich möchte gerne wissen, welche Menschen mit mittel - bis schwerem Asthma Erfahrungen mit Nonstop - Langzeitflügen (mehr als 12 Stunden) gemacht haben? Wie ist es mit dem Kabinendruck? Gibt es Belastungen für die Lunge? Darf man überhaupt solange Nonstop fliegen? Welche Gründe sprechen für gegen einen solchen Nonstop - Langzeitflug?

freundliche Grüße

Margit

Hallo Margit

es spricht nichts gegen einen Langzeitflug als Asthmatiker.
Du musst nur darauf achten, deine Notfallmedikation dabei zu haben.
Als Asthmatiker mit mittel - bis schwerem Asthma hast du ja bereits eh eine Dauertherapie mit langzeit Betamimetika.
Die sollten eigentlich einen Anfall in der Trockenen Kabinenluft verhindern.
Sollte es doch zu einem Anfall kommen helfen die kurzwirksamen Betamimetika, die du als Notfallmedikation bei dir hast.

Ich hoffe diese Antwort hilft dir

Liebe Grüße

Michael

Betablocker Therapie des Bluthochdrucks bei Asthma bronchiale

Hallo,

gerade habe ich ihre Internetseite gefunden und möchte auch eine Frage stellen: Mein Mann (57 Jahre alt) leidet seit frühester Kindheit unter Asthma bronchiale - als Erwachsener hatte er aber “nur” Anfälle, wenn Tiere in der Nähe waren/sind. Dann reagiert er sehr empfindlich und bekommt arge Luftnot. Gern genommen sind auch Pollen im Sommer. Im Winter ist der in der Regel beschwerdefrei, da fliegt ja auch nix - und alle Freunde mit Tieren werden eben nicht besucht!
Nun hat er ein zusätzliches Problem: Hypertonie. Diese kann nicht richtig eingestellt werden, da Asthma ja die Behandlung mit Betablockern ausschließt - so heißt es jedenfalls bisher. Ein befreundeter Arzt meinte jedoch, in der Klinik, in der er arbeite, bekämen Asthmatiker durchaus Betablocker (Beloc Zok, Beloc Zok mite).
Mein Mann leidet seitdem er die Blutdruckmedikation einnimmt enorm unter Schlafproblemen und leichten Depressionen. Er bekommt zusätzlich Wassertabletten und gegen das Asthma Kortisonspray - der Blutdruck sinkt jedoch kein bisschen. Mein Mann ist sportlich, raucht und trinkt nicht, hat kein Übergewicht (vielleicht ein kleines Bäuchlein, aber er ist nicht zu dick).

Meine Frage ist nun, ob es doch eine Möglichkeit gibt, Betablocker einzusetzen? Muss mein Mann die Medikamente gegen Asthma in der anfallsfreien Zeit denn überhaupt nehmen? Wenn er nämlich alle allergiefördernden Faktoren vermeidet, geht´s im bestens. Eine Medikation wäre meiner Meinung nach nur im Sommer beim Pollenflug erforderlich - aber ich bin keine Ärztin!!!

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, es kann ja nicht angehen, dass man meinen Mann zusätzlich mit Antidepressiva und Schlafmedikation behandelt - er muss schon Tabletten gegen die Tabletten nehmen, ich halte das für überflüssig, aber das ist nur meine subjektive Meinung.

P.W.

Hallo Frau W.,

Ihr Arzt kennt Ihren Mann am besten, darum vertrauen sie auf jeden Fall dem Rat ihres Arztes.

Generell ist Asthma bronchiale nur bei schweren Formen eine Kontraindikation für den Einsatz von Betablockern. Bei der Einnahme von Betablockern und bestehendem Asthma kann es zu einer Erhöhung des Atemwegswiderstandes kommen, daher sollte eine gleichzeitige bronchodilatatorische Therapie (Beta-Sympathomimetika) zur Erweiterung der Atemwege durchgeführt werden. Vor dem Beginn der Therapie mit Betablockern wäre eine Lungenfunktionsprüfung angebracht um Vergleichswerte zu haben.

Was Ihre Frage bezüglich der Steroid-Therapie in der allergenfreien Zeit angeht, so kann meines Wissens beim Fehlen von Allergenen die Therapie bis einige Wochen vor Beginn der Pollensaison abgesetzt werden. Dies würde ich aber mit Ihrem Allergologen besprechen.
Es gibt die Möglichkeit, mittels eines Atemtestes (NO Messung) die Entzündung in der Lunge (= Asthma) zu messen. Durch Messungen nach dem Absetzen der Kortisonsprays kann beobachtet werden, ob die Entzündung durch Fehlen von Allergenen zurück geht/ausbleibt oder wieder aufflammt. Normalerweise ist dies allerdings eher nur bei ganzjährigen Allergenen (Hausstaubmilbe) sinnvoll. Wie gesagt, ich würde dies auf jeden Fall mit ihrem behandelnden Allergologen besprechen, der Ihren Mann am besten kennt.

Was ist eigentlich Hyposensibilisierung?

Mit einer Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder Spezifische Immuntherapie genannt, soll die Wirkung von Allergenen bei Allergikern herabgesetzt werden. Dabei verabreicht man einem Patienten, der unter einer Allergie leidet, anfangs sehr geringe und im Verlauf zunehmende Dosen des Allergens, das ihn beeinträchtigt, um eine Toleranz zu erzeugen. In der neueren Literatur wird zunehmend die Bezeichnung Spezifische ImmunTherapie (SIT) verwendet.

Die Hyposensibilisierungstherapie wird vor allem bei klinisch relevanten Sensibilisierungen (z.B. bei Heuschnupfen bzw. saisonale allergische Rhinitis gegenüber Gräserpollen (Roggenpollen), Birkenpollen (Haselpollen, Erlenpollen), Beifußpollen, Hausstaubmilben, sowie evtl. Tierhaaren (insbesondere Katzenhaare) und Allergien gegen Insektengifte) durchgeführt.

Anwendung der Hyposensibilisierung

Bei der Hyposensibilisierung wird das Allergen in mit der Zeit steigender Dosis verabreicht, damit sich das Immunsystem daran gewöhnen und die Bildung von Antikörpern reguliert werden kann. Die fein in einer Lösung verteilten hochgereinigten Allergene werden vorsichtig subcutan gespritzt. Hochgereinigt bedeutet, dass nicht der komplette - beispielsweise Graspollen - Extrakt verwendet wird, sondern nur die allergieauslösenden Anteile (besondere Proteine) verabreicht werden.
Als Tropfen oder in Tabletten (nur für Gräserpollenallergiker) kann das Allergen auch über die Schleimhäute im Mund, besonders unter der Zunge aufgenommen werden (orale Hyposensibilisierung). Dies wird zunehmend als SLIT - SubLinguale ImmunTherapie bezeichnet.
Eine Hyposensibilisierungstherapie dauert meistens 2-3 Jahre.

Der Goldstandard ist bisher (2007) die subkutane Hyposensibilisierung.

Wie wirkt die Hyposensibilisierung?

Allergien werden über Immunglobuline der Klasse E (IgE) vermittelt. IgE bindet das Allergen und kann dann an Mastzellen binden, die auf Ihrer Oberfläche Rezeptoren für IgE besitzen. Dies führt zur Freisetzung von Histamin und anderen Zytokinen und proinflammatorischen Substanzen.

Durch die langsam in der Dosis ansteigende und wiederholte Exposition mit dem Allergen hofft man, einen sog. Isotypenswitch in den Antikörper-produzierenden B-Zellen zu erreichen. IgE ist ein Isotyp; der Switch soll zum IgG führen. Der IgG-Klasse gehören die meisten im Blut nachweisbaren Antikörper an; bindet es sein Epitop, wird eine zellvermittelte Aktivität des Immunsystems induziert, wie sie für die Abwehr von Bakterien üblich ist. (z.B. Eliminierung durch “Auffressen” durch Makrophagen)

Auf diese Weise werden die Allergene einerseits bereits erkannt und abgeräumt, bevor sie IgE binden können und zu allergischen Beschwerden führen; und andererseits werden zu Gunsten der entsprechenden IgG weniger IgE-Antikörper produziert.

Der Unterschied zur natürlichen Exposition mit dem Allergen liegt in der äußerst geringen Anfangsdosis. Während z.B. ein Pollenallergiker während “der Saison” einer hohen Dosis seines Allergens ausgesetzt ist, die eine überschießende Aktivität der T-Helfer-Zellen vom Typ 2 (TH2) mit der oben beschriebenen IgE-Antwort auslöst, stimuliert man mit sehr niedrigen Dosen offenbar eher T-Helfer-Zellen vom Typ 1 (TH1) und damit die Induktion eines Isotypenswitchs.

Zahlreiche Studien zur klinischen Wirksamkeit bei allergischer Rhinokonjunktivitis zeigen eine Reduktion der Beschwerden bzw. des Medikamentenverbrauchs um 45%. Die Mehrheit der Studien wurde mit Erwachsenen durchgeführt, wobei davon auszugehen ist, dass bei Kindern die Erfolgsaussichten eher höher als niedriger sind. In der Allergieambulanz der Kinderklinik der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main führen wir schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich Hyposensibilisierungen bei Kindern mit allergischem Asthma bronchiale durch.

Risiken der Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung birgt prinzipiell ein Behandlungsrisiko, da die Behandlung darin besteht, den Patienten bewusst der allergieauslösenden Substanz auszusetzen. Manchmal ist eine heftige Lokalreaktion möglich, die sich durch wenige Tage währendes (starkes) Anschwellen der weiteren Injektionsregion und die Bildung von Quaddeln äußert. Beide Reaktionen sind jedoch weniger gefährlich und können durch Gabe entzündungshemmender Substanzen oder Antihistaminika abgeschwächt werden. Weitere Nebenwirkungen können in einer allergischen Reaktion auf das Allergen in ihrer jeweiligen Form bestehen, z.B. Atemnot, Niesanfälle, starker Juckreiz, etc.. Selten ist der gefährliche allergische Schock. Bei einer falschen Dosierung, mangelhafter Injektionstechnik oder auch ohne erkennbaren Grund besteht die Gefahr dieses allergischen Schocks. Um dieser Gefahr begegnen zu können, erfolgt die ambulante Hyposensibilisierung in der Weise, dass der Patient nach der Injektion des Allergens für mindestens 30 Minuten unter ärztlicher Aufsicht verbleibt. Im Falle eines allergischen Schocks können dann vom Arzt rettende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Bei der sublingualen Hyposensibilisierung hingegen sind bisher keine gefährlichen Komplikationen aufgetreten. Nebenwirkungen können z.B. brennen oder anschwellen der Lippen bzw. Schleimhäute sein. Da sich im Mundraum und auf den Lippen nicht selten kleinste Wunden oder Risse befinden, können die Allergene, wenn sie mit diesen in Berührung kommen, zu vorübergehenden Quaddeln bzw. einer Anschwellung der Lippe führen.

Wann sollte eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden?

Eine subkutane Hyposensibilisierung wird begonnen, wenn die natürliche Belastung durch das Allergen möglichst niedrig ist. Im Falle von Pollenallergien bedeutet dies beispielsweise, dass die Behandlungszyklen der Hyposensibilisierung in den Sommer (bei Frühblüherallergien) bzw. Herbst und Winter (bei Gräserpollenallergien) gelegt werden, da in dieser Zeit kein Pollenflug stattfindet (= präsaisonaler Therapiebeginn). Heutzutage wird auch in der Zeit des Pollenfluges weiter hyposensibilisert (jedoch in dieser Zeit mit verringerter Dosis), da somit die Erfolgsraten deutlich gesteigert werden, ohne dass sich das Behandlungsrisiko erhöht.

Die sublinguale Hyposensibilisierung kann wegen der meist deutlich kürzeren Titrationsphase auch noch sehr kurz vor Beginn des Pollenfluges begonnen und während der jeweiligen Pollenflugsaison fortgesetzt werden.

Welche nicht-medikamentöse Therapien gibt es bei Asthma?

Asthma ist eine Erkrankung, die in chronischen Fällen eine langfristige Therapie erforderlich macht. In der heutigen Zeit lässt sich Asthma sowohl mit Medikamenten als auch mit nicht medikamentösen Therapien behandeln.
Je nach Schweregrad kommen dabei unterschiedliche Therapiekonzepte zum Einsatz.

Ein wichtiger Bereich in der Asthmatherapie, egal welchen Schweregrades, ist die nicht medikamentöse Therapie.

Die Hauptziele einer modernen Asthmatherapie sind:

  • Die Wiederherstellung bzw. der Erhalt einer möglichst normalen Lungenfunktion
  • Die Eindämmung der dem Asthma zugrunde liegenden Entzündung der Atemwege
  • Die Vermeidung von Asthmaanfällen
  • Die Vermeidung von Spätschäden
  • Die Reduktion der Einschränkungen im täglichen Leben

Die nicht medikamentöse Therapie beruht dabei auf vier Säulen:

  • Dem Meiden der Auslöser
  • Die Atemgymnastik
  • Den Entspannungstechniken
  • Der Klimatherapie

Meiden der Auslöser

In vielen Fällen werden Asthma und Asthmaanfälle durch bekannte Allergene ausgelöst. Man spricht auch von allergischen Asthma, bzw. dem extrinsischen Asthma. Ein wichtiger Punkt ist daher eine Vermeidung der Allergene (die so genannte Allergenkarenz).

Häufige Allergene beim allergischen Asthma sind:

  • Pollen: Von Bäumen, Kräutern, Gräsern (z.B. Hasel, Erle, Birke, Pappel, Ulme, Linde, Mais, Weizen, Hafer, Roggen, etc.)
  • Hausstaub: Bzw. Exkremente der von Hausstaubbestandteilen lebenden Hausstaubmilbe (in der Matratze, dem Teppich, etc.), bestimmte Hausstaubbestandteile (Sporen, Pollen)
  • Tierhaare und Federn: Haustiere (z.B. Katze, Kaninchen, Hund, Hamster etc.), Nutztiere (z.B. Schaf, Ziege, Pferd, Rind, Hühner, Tauben, Enten etc.), Tiere aus dem Zoo, etc.
  • Sporen: Von Schimmelpilzen und Hefen, z.B. in feuchten Räumen und Kellern, in Holzhäusern, im Wald, auf Blumenerde, auf Käse etc.
  • Nahrungsmittel: z.B. Fisch, Eier, Milch, Obst, Nüsse, diverse Gemüse, Schweinefleisch-Produkte, auch Nahrungsmittel-Inhaltsstoffe (Konservierungs- und Farbstoffe)

Versuchen sie möglichst, die für sie wichtigen Allergene so konsequent wie möglich zu meiden. Auf welche Allergene sie allergisch sind, können sie durch einen Hauttest (PRICK) erfahren.
Wenn sie Raucher sein sollten, egal welchen Schweregrad ihr Asthma hat, hören sie auf zu Rauchen und meiden sie wenn möglich rauchbelastete Umgebungen wie z.B. Kneipen. Zigarettenrauch kann Asthmaanfälle auslösen, Allergien verschlimmern und neue Allergien erzeugen. Für Kinder ist Zigarettenrauch besonders schädlich. Tun sie darum sich, ihrer Familie und ihrem Umfeld einen Gefallen und hören sie auf zu Rauchen.

Bei Hausstauballergie (meistens besteht hier eine Allergie gegen Hausstaubmilben) sollten sie eine Milbensanierung in Betracht ziehen. Sie sollten ihre Matratze in einem milbendichten Überzug verpacken, Matratzen generell alle 5 Jahre wechseln, Staubsaugen sollten sie am besten durch nicht Allergiker durchführen lassen, etc.
Pollenallergiker sollten die Hauptflugzeiten ihres Allergens kennen und auf ausgedehnte Spaziergänge zu dieser Zeit verzichten.
Am besten, sie lassen sich durch einen Facharzt (Allergologen) zu diesen Themen genauer beraten.

Die Atemgymnastik

Die richtige Atemtechnik kann Patienten mit Asthma helfen, Atemnot und Angstgefühle bei einem Asthmaanfall zu reduzieren. Bei einem Asthmaanfall besteht durch die Verengung der kleinen Atemwege das Problem, die Luft aus der Lunge wieder auszuatmen. Es ist also nicht das Einatmen das Problem, sondern das Ausatmen, was sich bei einem Asthmaanfall durch eine pfeifende Ausatmung, dem so genannten Giemen, bemerkbar macht.

Folgende Techniken bzw. Körperhaltungen verhindern ein Zusammenfallen der Bronchien und erleichtern die Atmung:

  • Die Lippenbremse: Erst ruhig durch die Nase einatmet und anschließend langsam durch die zusammengepressten (locker) Lippen ausatmen. Die Ausatmung erfolgt gegen den Widerstand der locker aufeinandergelegten Lippen. Dies erhöht den Druck in den kleinen Atemwegen bei der Ausatmung, hält diese dadurch offen und erleichtert das Ausatmen.
  • Der Kutschersitz: Der Schultergürtel wird fixiert, z.B. durch Ablegen der Unterarme auf den Oberschenkeln oder Abstützen auf einer Tischplatte (Arme nach hinten oder nach vorne). Auf diese Weise wird die Atemhilfsmuskulatur aktiviert und erleichtert die Ein- und Ausatmung.

Da diese Techniken im Notfall schwer zu erklären sind, sollten alle Betroffenen die richtige Anwendung dieser Techniken in ruhigen Situationen erlernen. In fast jeder Statt gibt es Asthma-Schulungen, die unter anderem auch das richtige Anwenden diese Atemtechniken vermitteln. Informieren sie sich am besten über Schulungen in ihrer Nähe bei ihrem Hausarzt oder Allergologen.

Entspannungstechniken

Angst und Stress können zu einer Verschlimmerung des Asthma führen oder auch der Auslöser für einen Asthmaanfall darstellen.
Beim Asthmaanfall selber ist die Panik vor dem Ersticken ein großer Faktor, der die Luftnot verschlimmert. Darum sollten sie bei Anzeichen eines Asthmaanfalls Ruhe bewahren. Sollte eine Person in ihrem Umfeld einen Asthmaanfall erleiden, so sollten sie auf jeden Fall versuchen, die betroffene Person zu beruhigen.

Entspannungstechniken können eine Asthmaerkrankung positiv beeinflussen. Folgende Techniken können beispielsweise bei Volkshochschulen oder einem Kuraufenthalt erlernt werden:

  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelrelaxation
  • Yoga
  • Qi Gong
  • und Andere

Auch hier lassen sie sich am besten von einem Facharzt (Allergologen) oder ihrem Hausarzt ausführlich beraten.

Die Klimatherapie

Klimakuren am Meer oder im Gebirge zeigen häufig bei Asthmapatienten eine deutliche Besserung der Beschwerden. Ab einer Höhe von 1500 Metern existieren praktisch kaum noch Hausstaubmilben und es fliegen deutlich weniger Pollen. Die salzige Luft am Meer hat einen leicht schleimlösenden Effekt auf die Atemwege, verbessert das Abhusten und führt dadurch zu einer verbesserten Atmung und zur Reduktion der Beschwerden. Zusätzlich führt der Urlaub (meistens) zu einer generellen Entspannung, die auch zur Verbesserung des Befindens beiträgt.

Generell ist die nicht medikamentöse Therapie bei Asthma ein wichtiger und unterstützender Faktor, ersetzt aber nicht die medikamentöse Therapie.
Notfallmedikamente (Beta-Mimetika) sollte jeder Asthmatiker (auch Kinder!) immer bei sich tragen.

Ist Asthma heilbar?

Tina hat folgende Frage gestellt:

Gibt es Heilungschancen für Asthma im Kindesalter mittlerweile? (mein Verwandter ist schon über 40, eventl. hat sich in der Zwischenzeit ja einiges getan in der Forschung…?)

Da die genaue Ursache für das Asthma bronchiale noch unbekannt ist, ist es bis heute nicht möglich, Asthma zu heilen. Man kennt den entscheidenden Schritt, der bei einem Patienten z.B. zu einer Allergie, das bedeutet zu einer überstarken Abwehrreaktion des Bronchialsystems führt, noch nicht im Detail. Liegt die Ursache für das Asthma bronchiale in einer Allergie, z.B. gegen Birke oder Milbe, so kann eine Desensibilisierung dauerhafte Linderung verschaffen. Aber auch hier liegt keine Heilung vor, da das Bronchialsystem nach wie vor überempfindlich reagiert.

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