Was ist ein Asthmaanfall?
Bei einem Asthmaanfall kommt es zu akut auftretender Luftnot (Dyspnoe) bei erschwerter Ein-, vor allem aber Ausatmung mit pfeifenden Atemgeräuschen (Giemen), teilweise tritt Husten auf, auch in Form von Hustenanfällen. Bei Kindern ist Husten in der Regel das führende Symptom, daher wird hier die Diagnose „Asthma“ oft erst spät gestellt. Das erschwerte Atmen und die Luftnot können zu Angstgefühlen führen. Charakteristisch für Asthma ist, dass im beschwerdefreien Intervall keine Funktionseinschränkungen oder Symptome bestehen.
Typischerweise beginnt ein Asthmaanfall mit einem beklemmenden Gefühl in der Brust. Die Betroffenen husten oft. Dann setzt plötzlich Atemnot ein, die sich so weit steigern kann, dass sie zu bedrohlichem Sauerstoffmangel führt. Das ist mit starken Angstgefühlen vor dem Ersticken verbunden. Die Betroffenen brechen in der Regel jede körperliche Aktivität und stützen die Arme auf, um die Atmung durch die Atemhilfsmuskulatur zu unterstützen. Das Problem bei einem Asthmaanfall ist nämlich nicht das Ein- sondern das Ausatmenem, es kommt zur überblähung des Brustkorbes. Bei schweren Formen kann es zu Einziehungen unterhalb des Rippenbogens, zwischen den Rippen oder am Hals kommen. Die Nasenflügel bewegen sich stark beim Ein- und Ausatmen (Nasenflügeln ist bei Kindern häufig das erste Zeichen einer erschwerten Atmung). Der Gesichtsausdruck ist ängstlich. Die Gesichtshaut zunächst blass, bei längerer Dauer eines Anfalls bläulich verfärbt. Die Atemgeräusche sind oft sogar auf Entfernung zu hören als Rassel, Brummen, Pfeifen oder Giemen.
Ein Asthmaanfall kann einige Minuten oder sogar Stunden dauern.


