Ist Asthma heilbar?

Am 7. August 2007, in Fragen und Antworten, von StarBuG

Tina hat folgende Frage gestellt:

Gibt es Heilungschancen für Asthma im Kindesalter mittlerweile? (mein Verwandter ist schon über 40, eventl. hat sich in der Zwischenzeit ja einiges getan in der Forschung…?)

Da die genaue Ursache für das Asthma bronchiale noch unbekannt ist, ist es bis heute nicht möglich, Asthma zu heilen. Man kennt den entscheidenden Schritt, der bei einem Patienten z.B. zu einer Allergie, das bedeutet zu einer überstarken Abwehrreaktion des Bronchialsystems führt, noch nicht im Detail. Liegt die Ursache für das Asthma bronchiale in einer Allergie, z.B. gegen Birke oder Milbe, so kann eine Desensibilisierung dauerhafte Linderung verschaffen. Aber auch hier liegt keine Heilung vor, da das Bronchialsystem nach wie vor überempfindlich reagiert.

Häufig (in mindestens einem von drei Fällen) verschwindet ein kindliches Asthma im Erwachsenenalter ganz oder verläuft wesentlich weniger schwer. Das Umgekehrte ist allerdings auch möglich.

Asthma ist aber eine Erkrankung, die sich sehr gut behandeln lässt. Menschen mit Asthma müssen nicht lebenslang an Beschwerden leiden! In den allermeisten Fällen ist es durch eine gute Behandlung möglich, die anfallsfreien Zeiträume zu verlängern und die Beschwerden zu lindern.

Sowohl durch Medikamente als auch durch bestimmte Atemtechniken (z.B. die Lippenbremse) und das Vermeiden spezieller allergieauslösender Stoffe und Situationen ist Asthma in den meisten Fällen gut behandelbar.

 

5 Kommentare zu Ist Asthma heilbar?

  1. Richard Friedel sagt:

    Ob man Asthma als heilbar ansieht könnte wohl von der Kultur abhängen, in der man lebt.

    Beim Yoga soll die Bhastrika- bzw. Blasebalgübung mit kräftiger Brustatmung heilend wirken. In der westlichen Medizin wird die mehr oder weniger verzweifelte Brustatmung im Asthmaanfall als pathologisch eingestuft, die nichts mit einer Selbstheilung zu tun hat.

    Extreme Brustatmung ist aber Teil des Repertoires der natürlichen Atmungsformen.

    Die Bhastrikaatmung könnte konsequenterweise zur Weisheit des Leibes gehören, zumal die westliche Medizin fundamental und exklusiv auf Medikamente als Therapie beharrt. Eine Therapie kann aber nicht als EBM, als „Evidence-basiert“ gelt, wenn trotz guter Datenlage in der Arzneimittelforschung einem Grundsatz die Plausibilität fehlt.

    Durch Forschung von Gwen Skloot in der Mount Sinai School of Medicine, New York, und andere ist bewiesen, dass ein Asthmatiker nicht so einatmet, dass die Bronchien entspannt werden. Ein gesunder Mensch aber reagiert mit Bronchienverengung, wenn im Provokationstest, er nicht durchatmet.

    Dies spricht für die Bhastrikaatmung unter fachmännische Anleitung als Hoffungsträger.

    Ich selber bin so verfahren, d.h. habe auf einem Crosstrainer im Fitness-Studio 20 Minuten lang mit Puls 130 und mit Betonung der Brustatmung regelmäßig trainiert. Soweit ich beurteilen kann, ist der Körper dann nicht mehr hilflos Allergenen wie Blütenstaub ausgeliefert. Kräftige Atmung stellt die Kontrolle wieder her, weil sie die Einatmung kräftigt. Richard Friedel

  2. S sagt:

    Bei mir wurde Astma festgestellt, weil ich täglich ein Spray brauche, was die Bronchien etwas erweitert. Hatte aber noch nie nachts einen Anfall oder starke Beschwerde, wie sie bei Astma üblich sind. Am Tag und bei körperlichen Belastungen kaum Einschränkungen. Inwiefern bin ich dennoch mit dieser Krankheit behaftet ? Danke.

  3. Georg sagt:

    Ich bin geheilt!

    Nicht im wörtlichen Sinn, doch bin ich nach einem mittleren bis starken Asthma seit der frühen Kindheit heute beschwerdefrei. Der letzte Status Asthmatikus mit stationärem Krankenhausaufenthalt liegt über 30 Jahre zurück.
    Mit meiner langfristig angelegten Medikation fühle ich mich quasi geheilt.

  4. Incognito sagt:

    Heilung?
    Ich bin 18 Jahre alt, habe neben meinen schweren Asthma (Allergie- sowie Belastungsbedingt) auch noch Gicht.
    Bevor mein Asthma festgestellt wurde liebte ich es zu Zelten, Kampfsport zu betreiben, mit Freunden trinken gehen, Wandern etc.
    Heute alles vorbei. Strenge Diät, kein Alkohol, keine belastenden Sportarten. Wie ein Freak sitze ich und den Gesunden, den Normalen, verloren im tiefen Sumpf der Depression und Frustration.
    Zuhause verfalle ich in Lethargie und Müßiggang, nur mit der Gewissheit im Hinterkopf, dass es irgendwo auf der Welt einen 70 Jährigen, rauchenden Alkoholiker gibt, der noch mindestens 20 Jahre kerngesund Leben wird.

    Ist es das? Wird das mein Leben mit Asthma sein? Abgeschottet, verdammt dazu das zu sehen und zu begehren, was niemals mein sein kann? Niemals Gesundheit?

  5. Johann Behrens sagt:

    Also ich hatte früher sehr starkes Asthma ich glaube aber ich bin geheilt früher , so vor der Pubertät brauchte ich mich nur ein bisschen anzustrengen und ich einen Anfall, aber ab meinen 16 Lebensjahr war es vorbei ich es hat fast schlagartig aufgehört obwohl ich meine tägliche Medizin so gut wie nie benutzte ! Bei einen Freund von mir ist das Asthma auch mit der Pubertät verschwunden ich glaube schon das es sich bei manchen mit der Zeit heilt.

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