Der akute Asthmaanfall kann sehr dramatisch verlaufen. Die Maximalvariante, der sogenannte Status asthmaticus, stellt eine unmittelbare Lebensbedrohung dar. Es wird folgendes Vorgehen empfohlen:
- Bronchodilatation: kurzwirksame Beta2mimetika (=Asthmaspray, z. B. Salbutamol) zum inhalieren geben, ruhig mehrfach
- Den Patienten beruhigen
- Patienten sitzen und mit den Armen aufstützen lassen (Einsatz der Atemhilfsmuskulatur)
- In geschlossenen Räumen Fenster öffnen
- Bei Anhalten der Symptome trotz Medikamenten für längstens 20 Minuten, den Notarzt rufen
Was wird im Krankenhaus gemacht?
Bei einer nachgewiesenen Allergie muss zunächst der auslösende Stoff gemieden werden (Beispiele: Berufswechsel beim Bäckerasthma, Abschaffung von Haustieren, die ein Fell haben). Beim Asthma, das durch Milben oder Pollen ausgelöst wird, kommt manchmal eine Hyposensibilisierung, auch „spezifische Immuntherapie“ (SIT) genannt, in Frage.
Die Deutsche Atemwegsliga empfiehlt folgendes Behandlungskonzept:
Asthma bronchiale wird in folgende Schweregrade eingeteilt:
Schweregrad I: Intermittierendes, leichtes Asthma
- Symptome ≤ 2mal pro Woche
- Keine Symptome und normaler PEF zwischen Exazerbationen (Anfällen)
- Kurze Exazerbationen (wenige Stunden bis wenige Tage); die Intensität kann wechseln
- Nächtliche Beschwerden ≤ zweimal pro Monat
Die Lungenfunktion bei Schweregrad I:
- FEV1 oder PEF ≥ 80% des Vorhersagewerts
- PEF-Variabilität < 20%
Die Diagnose ist bei den typischen Hauptsymptomen leicht zu stellen. Typische Röntgenbefunde oder Veränderungen des EKGs liegen nicht vor. Bei allergisch bedingtem Asthma kann sich bei der Blutuntersuchung eine Erhöhung des IgEs (Immunglobulin) oder eine Eosinophilie finden.
Die Diagnose wird durch eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) gesichert, bei der man
- das Gesamtvolumen der ein- und ausgeatmeten Luft (Vitalkapazität, VK) bestimmt und
- das in einer Sekunde bei forcierter Ausatmung ausgeatmete Volumen (1-Sekunden-Kapazität, FEV1).
Aus dem Verhältnis von 1-Sekundenkapazität zur Vitalkapazität wird die relative Sekundenkapazität (FEV1 in % der VK = Tiffenau Test) errechnet, die als Maß für die Einengung der Atemwege herangezogen wird. Weiterlesen… »
Bei einem Asthmaanfall kommt es zu akut auftretender Luftnot (Dyspnoe) bei erschwerter Ein-, vor allem aber Ausatmung mit pfeifenden Atemgeräuschen (Giemen), teilweise tritt Husten auf, auch in Form von Hustenanfällen. Bei Kindern ist Husten in der Regel das führende Symptom, daher wird hier die Diagnose „Asthma“ oft erst spät gestellt. Das erschwerte Atmen und die Luftnot können zu Angstgefühlen führen. Charakteristisch für Asthma ist, dass im beschwerdefreien Intervall keine Funktionseinschränkungen oder Symptome bestehen. Weiterlesen… »

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